Deutscher Autorenverbund

Ratgeber, Verlage & Agenturen

Literaturforum

Dieser Beitrag entstand nach zahlreichen Anfragen neugieriger Autorinnen und Autoren, die nicht blindlings ihre Manuskripte in Foren zur Schau stellen wollten.

Sicherlich befinden sich unzählige Foren im Internet, welche sich der literarischen Arbeit verpflichtet fühlen. Doch nur in sehr wenigen Literaturforen erfährt man wirkliche Hilfe oder objektive Äußerungen. Dies liegt in der Natur des Menschen.

Ebenso liegt es in der Natur des Menschen, zu sammeln, Ideen zu übernehmen oder seinen Widersacher schlecht zu machen. Diese Erfahrung kann man in der überwiegenden Anzahl jener Foren antreffen.

Generell sollte jede Autorin und jeder Autor seinen gesunden Menschenverstand einschalten und so zurückhaltend wie möglich mit seiner Idee umgehen. Vielen drückt es auf der Brust und man möchte so gerne seine Geschichte erzählen. Das kann man, jedoch sollte man sich mit diesen Veröffentlichungen im Internet zurückhalten.

Im Freundeskreis oder unter Arbeitskollegen, kann man über seine Geschichte sprechen, nicht lesen lassen. Drückt man einem Angehörigen das Manuskript in die Hand, wird man nur sehr selten eine konstruktive Kritik ernten. Sie sollen nur gefesselt zuhören. Wenn man seine Geschichte kurz angerissen hat, merkt man sehr schnell, ob bei dem Zuhörer Interesse besteht zuzuhören oder eben nicht. Durch dieses erzählen, wächst die Idee und manifestiert sich im Bewusstsein des Autoren um so mehr. Positive Entwicklungen nehmen ihren Lauf und bereichern den Autoren, wenn er von jener Geschichte erzählen kann.

Wer zu viel von seinem Manuskript preisgibt, sei es durch das zur Verfügung stellen im Internet, in Foren oder auf anderer Art und Weise, riskiert jegliche Chancen, einen seriösen Verlag zu bekommen. Im Fachjargon bezeichnet man dieses Manuskript als verbrannt. Selbst eine Nachbearbeitung macht nach dieser zur Schaustellung keinen Sinn mehr.

Bei Schreibwettbewerben sollte man vor einer Teilnahme darauf achten, in wie fern dieses Forum oder sonstige Institution als seriös eingestuft werden kann. Ein ganzes Manuskript online stellen, damit es von anderen Autoren, Lesern oder fremden Personen gelesen und bewertet werden kann, sollte ebenso kritisch überdacht werden. Selbst wenn mit dem Gewinn eine Veröffentlichung des Manuskripts einhergeht, ist im negativen Fall, jedes Manuskript sein Papier nicht mehr wert.

Autorinnen und Autoren, die ernsthaft an eine seriöse Veröffentlichung denken, und daran arbeiten, sollten bei begründetem Interesse, maximal eine Seite als Leseprobe in diesen Foren einstellen. Mehr ist weder statthaft, noch von namhaften und seriös auftretenden Verlagen geduldet.

Wir empfehlen daher, den Beitritt in eine örtliche Schreibwerkstatt. Dort lernt man mitunter nette und vor allem was viel wichtiger ist, aufgeschlossene und hilfsbereite Gleichgesinnte kennen. In organisierten Schreibwerkstätten erhält man Ratschläge ums schreiben, der Zeichensetzung, und kann in kleiner oder großer Runde das Vorlesen üben.