Deutscher Autorenverbund

Ratgeber, Verlage & Agenturen

Druckkostenzuschuss

Als Druckkostenzuschuss (DKZ) bezeichnet man eine Form der modernen Ausnutzung von unwissenden und unerfahrenen Autoren. Es ist schlichtweg unmoralisch und unseriös, von einem Autoren, zur Veröffentlichung seines Werkes, Geld zu verlangen. Diesen Aufwand brachte der Autor bereits mit dem erstellen seines Werkes einher.

Euphorie besiegt den Verstand

Schlimmer noch, ist die Vorspielung extrem falscher Tatsachen, nur um diesen Autoren förmlich in die Wolke sieben zu katapultieren. Schwebt dieser erst einmal in besagter Wolke, fällt ihm der teilweise bedenkliche Verlagsvertrag und im Anhang der bereits ausgefüllte und zur Unterschrift zurecht gefertigte Kreditvertrag gar nicht so schnell ins Gewicht.

Je mehr ein Autor für die Veröffentlichung bezahlen soll, um so dreister und unanfechtbarer sind diese Verträge. Sie nutzen geltendes Recht als Dienstleister aus, auch wenn im Unternehmenstitel das Wort Verlag vorkommt. Wir können nur betonen, besagte Unternehmen zu meiden oder vorgelegte Verträge stets durch einen versierten Anwalt, mit dem Schwerpunkt Vertragsrecht und Urheberrecht, vor einer Unterschriftsleistung überprüfen zu lassen.

Da leider immer mehr Autoren auf diese Masche hereinfallen und sich über beide Ohren verschulden, sieht es der deutsche Autorenverbund als seine Pflicht an, mit Nachdruck davor zu warnen, jemals für die Veröffentlichung eines Buches, Geld zu bezahlen.

Gerne wird dem Autoren auch nahegelegt, im Familienkreis das zur Veröffentlichung benötigte Geld zu sammeln. Da es ja das Buch der Bücher ist, würde dieser verschwindend geringe Einsatz schnell wieder reinkommen. Da frage ich mich dann nur noch, wenn dieser verschwindend geringe Betrag doch Peanuts sind und das Buch der absolute, und Bibel ablösende Bestseller ist, wieso wird das Buch dann nicht schon gedruckt und zwar auf Verlagskosten? Eben, hier geht es nur um das schnelle Geld!

Selbst wenn das eingereichte Manuskript das Buch der Bücher gewesen wäre, würde es sehr wahrscheinlich niemals in irgendeiner Buchhandlung zu kaufen geben. Im schlimmsten Fall tritt der Autor unwissentlich jegliche Rechte an diesen Verlag ab und wird auch noch Vertraglich dazu gezwungen, eine bestimmte Anzahl selber zu kaufen. In diesen Fällen lohnt sich ein versierter Rechtsbeistand um den Schaden zu minimieren oder von diesem Vertrag, welcher wahrscheinlich gegen einige geltende Gesetze verstößt, zurück zu treten. Um diese Kosten ebenfalls zu minimieren, sollte man sich als Autor überlegen, früh genug Mitglied der Verdi zu werden oder eine Rechtschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung abzuschließen. Hier muss jedoch darauf hingewiesen werden, das nicht jeder Rechtsschutz auch das Urheberrecht abdeckt.


Verlag sucht Autoren

Die Werbung dieser sogenannten Verlage fallen in sämtlichen Suchmaschinen und lokalen Zeitschriften mit immer dem selben Prinzipien auf. Kein seriöser Verlag würde jemals eine Werbung schalten. Seriöse Verlage werden täglich mit Manuskripten zugeschüttet, auf das eine vernünftige Bearbeitung bereits mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Druckkostenzuschuss sollte als Unwort niemals in einem Lexikon auftauchen. Zu Groß ist der irreparable Schaden, der bereits angerichtet wurde.

Für den Fall, dass ein Autor sein Buch lediglich in eigenen Händen halten, oder dies im kleinen Rahmen, oder innerhalb der Familie verschenken möchte, gibt es eine viel günstigere Lösung. Book on Demand, kurz BoD genannt, bietet dem Autoren viele Möglichkeiten, dieses Ziel zu verwirklichen.