Deutscher Autorenverbund

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Schreibblockade

Die Geschichte wächst, die Motivation steigt und auf einmal kommt die Blockade!Wie soll es weiter gehen?Was macht mein Held jetzt nur in dieser Situation?

Oder ich möchte gerne schreiben, aber mir fehlt die Motivation, der zündende Gedanke, der mich animiert anzufangen!

Auch möglich, ich möchte schreiben, weiß aber nicht was?

Hier helfen inspirative Orte!

Was ist damit gemeint?

Orte dieser Art kennt jeder, und bei jedem sehen sie anders aus. Für den Einen ist es ein Ort der Stille und Meditation, für Andere ein Ort der Party, wieder Andere gehen einkaufen. Viele Möglichkeiten stehen offen, und am Ende muss jeder SEINEN Ort der Inspiration finden.

Hier wollen wir einfach mal ein paar Beispiele aufzählen, die uns geholfen haben, unsere Geschichten voran zu treiben.

Für mich selber ist es immer wieder die Natur, die mich fesselt und wo ich meine Ideen herbekomme. Alte Burgruinen, Klöster, oder auch tiefe Wälder, erregen meine Aufmerksamkeit und lassen meine Fantasie fliegen.

Hier hilft schon ein einfacher Waldspaziergang, oder die Fahrt zum nächsten See, um weiter zu kommen.

Vor Ort entsteht schnell ein Bild meines Romanhelden, und eine Situation, in der er sich gerade befindet. Mal ist es eine Flucht, oder ein Kampf, mal eine Liebesszene, oder ein Bankett. Geplant sind diese Szenen dann nicht, sie kommen einfach, oder wie Alexander Kent einmal treffend beschrieben hat, als er über seine Geschichten sprach: „Der Charakter übernimmt.“

Nun darf man sich natürlich nicht vorstellen, dass jeder Waldspaziergang in einer schizophrenen Übernahme des Geistes endet. Nein so ist es nicht! Diese Dinge laufen nebenher ab, und stören nicht den Familienausflug. Es sind nur kurze Fetzen, die in meinen Gedanken auftauchen, Bildern gleich, und diese werden dann am Abend umgesetzt in die Geschichte.

Wenn ich einmal wirklich festhänge, gehe ich auf Spurensuche.

Meine Geschichten spielen an der See, und den Ort den ich beschrieben habe, gibt es so nicht in der Welt, aber einen ähnlichen! Dorthin zu fahren und meine Charaktere zu suchen, zu sehen, wo sie in meiner Fantasie lang liefen, ist sehr hilfreich, und führte schon viele Male aus meiner Schreibblockade heraus.

Wenn es einen solchen Ort nicht gibt, egal. Suchen sie einen fiktiven Ort, der dem gleich kommt wo sie es geschrieben haben.

Als Beispiel: Ihr/e Held/in ist in einer Großstadt unterwegs, und staunt über die hohen Wolkenkratzer. Nach New York können sie nicht fahren, aber Frankfurt ist sicher möglich. Oder ein Hochhaus in der Nähe. Hier begeben sie sich hin und denken an ihre Geschichte – und werden sich wundern, was passiert.

Die Natur hilft.

Auch alte Friedhöfe, Parkanlagen und Stadtkerne sind immer wieder eine Quelle der Inspiration. Wichtig ist nur, dass man nicht nur im stillen Kämmerlein sitzt und sich festfährt.

Machen sie Bilder unterwegs und legen sich diese auf den Schreibtisch, oder basteln gleiche eine Fotogeschichte daraus. Es gibt viel!

Viel Erfolg!